Solebehandlung – ja oder nein?

 

Angefangen hat alles heuer im Frühling.

Ich war mit Svala in der Klinik, weil sie lahm ging. Das hat sich dann aber zum Glück nur als Hufprellung rausgestellt.

Damals wurde aber schon festgestellt, dass sie etwas Schleim auf der Lunge hat. Ich habe ihr dann zwei Wochen lang einen Schleimlöser gegeben, merkte aber nach der Behandlung keinen Unterschied.

Ich ließ sie aber trotzdem noch einmal vom Tierarzt ansehen und dieser gab grünes Licht.

 

Anfang Oktober fing sie dann zum Husten an.

Ein anderer Tierarzt kam und stellte wieder fest, dass sie viel Schleim auf der Lunge – sowie im Halsbereich hatte.

Sie bekam dann Cortison und Schleimlöser. Außerdem musste ich sie jeden Tag bewegen.

Ich beschäftigte mich sehr viel mit dem Thema und kam immer wieder auf dasselbe: Solebehandlung

 

Nachdem ich das Cortison „abgesetzt“ hatte, rief ich meinen Tierarzt noch einmal an und fragte ihn nach seiner Meinung zum Thema Solebehandlung. Die Antwort war eigentlich relativ ernüchternd. Da ich aber so viel positives gehört hatte, wollte ich es trotzdem versuchen. „Hüft’s ned, so schodts ned“ – auf gut Deutsch.

 

Veri von Velia kam dann Mitte Oktober zu mir und erklärte mir alles.

Die erste Behandlung war in ihrem Pferdeanhänger, wo ich auch Hrafnfaxi dazustellte.

Nach der Behandlung ging ich mit beiden noch spazieren und ich merkte bereits, dass sich etwas löste. Beide Pferde wirkten außerdem super zufrieden.

 

Mein Papa baute mir dann noch eine „Solebox“, sodass ich den Anhänger nicht brauchte.

 

Als Empfehlung bekam ich von Veri, dass ich sie dreimal täglich reinstellen sollte. Sie sagt aber auch, dass das fast unmöglich ist neben der Arbeit und ich soll sie einfach reinstellen wenn ich Zeit dafür habe.

 

Das erste Mal in ihrer Box war Svala ziemlich skeptisch und auch etwas ängstlich, also stellte ich mich dazu.

Ich fing mit einer Behandlungszeit von 15 Minuten an.

Bei Svala hat sich in den 15 Minuten nicht viel getan, aber ich war zu dem Zeitpunkt selber etwas verschnupft und bei mir half es schon etwas. ;-)

 

Die erste Woche steigerte ich mich dann auf ca. 20 – 25 Minuten.

Am Wochenende stellte ich sie meistens zweimal täglich rein und nach der „letzten“ Behandlung bewegte ich sie immer leicht.

Entweder ein entspannter Schrittausritt oder ein paar Runden an der Longe.

Ich merkte zwar, dass sie mittlerweile gerne drinnen stand – aber ansonsten änderte sich nicht viel.

 

 

In den nächsten drei Wochen steigerte ich die Behandlungszeit dann langsam auf 45 Minuten.

Meine Erfahrung ist auch, dass die 45 Minuten total ausreichen. Teilweise kam mir Svala dann schon etwas „benebelt“ vor.

Kann auch sein, dass ich mir das nur einbilde aber ich würde es nicht länger machen. In diesen drei Wochen tat sich dann aber einiges. Fast nach jeder Behandlung löste sich der Schleim und beim Reiten bzw. Longieren schnaubte sie ziemlich oft ab.

 
 

Mein persönliches Highlight war aber am letzten Tag. Ich stellte sie noch mal für 30 Minuten in die Box und ging danach eine etwas größere Runde ausreiten.

Bei mir ist die Landschaft ziemlich hügelig, d.h. viel bergauf und bergab wo die Pferde leicht ins Schwitzen kommen.

Ich ließ sie fleißig vorwärts gehen, galoppierte auch viel mit ihr und forderte sie ziemlich. Das letzte halbe Jahr war sie danach komplett außer Puste – nicht so dieses Mal: Sie schnaufte zwar, aber das war kein Vergleich zum Vorher.

 

Mein Fazit: Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es zu 100% weiterempfehlen.

 

Mein anderes Pferd Hrafnfaxi hat starkes Ekzem. Da es auch bei Ekzemen helfen soll, möchte ich es spätestens im Sommer noch einmal bei ihm probieren.

About the Author: Sandra Koblbauer

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