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Die Pferdeschur

Sehr oft stellen sich Pferdebesitzer die Frage, ob es Sinn macht ihr Pferd zu scheren. Häufig ist die Antwort hierfür ein klares „JA!“. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Während sich der eine Pferdehalter über den optischen Auftritt seines Lieblings Gedanken macht, zerbricht sich ein anderer den Kopf über den gesundheitlichen Aspekt einer Teil- oder Vollschur.

 

Für wen sind Teil- oder Vollschuren empfehlenswert:

  • Pferde, die das ganze Jahr über mehr oder weniger regelmäßig trainiert werden und dabei auch (stark) schwitzen

Gerade mit Winterfell ist ein Trockenreiten/ oder –Führen eine äußerst zeitaufwendige Angelegenheit. Jedoch kann es fatale Folgen haben, sein noch-nicht vollständig getrocknetes  Pferd zurück in die Box oder den Offenstall zu bringen. Schnell kommt es zu Erkältungen, Lungenentzündungen und dergleichen. Eine Teil- oder Vollschur (zum Teil in Kombination mit Eindecken) kann hierbei sehr gut Abhilfe schaffen. Das Pferd schwitzt nicht mehr so stark und trocknet deutlich schneller ab.

  • Ältere Pferde

Gerade ältere Pferde und Pferde mit einem schwachen Immunsystem haben oft Probleme im Fellwechsel. Zum Teil werden sie mit dem Wechsel gar nicht fertig bis der nächste Fellwechsel vor der Tür steht. Solchen Pferden – und natürlich auch deren Besitzern – kann man sehr gut mit einer Schur (und unserem maßgeschneiderten Futter von Carevallo) helfen.

  • Pferde mit Kreislaufproblemen

Dadurch, dass ein Teil des dichten (Winter-) Fells entfernt wird, kühlen die Pferde schneller wieder ab. Der Kreislauf wird somit deutlich weniger belastet.

  • Parasitenbefall

Manchmal kommt es leider dazu, dass unsere lieben Vierbeiner von Parasiten befallen werden. Bei „Dauerpatienten“ kann man vorbeugend das dichte Winterfell scheren oder im Frühling den Fellwechsel vereinfachen durch eine Schur. Erfahrungsgemäß kann man so dem Befall von Ektoparasiten, wie zum Beispiel Haarlingen, sehr gut vorbeugen. Auch kann man Pferden, die sich bereits das Fell rubbeln, oder sogar schon kahle und wunde Stellen vorweisen, ganz einfach durch eine Schur helfen, die lästigen Viecher wieder loszuwerden. Auch optisch hilft nach einem Befall eine Schur wieder ein schönes Erscheinungsbild seines Pferdes zu kreieren.

 

Natürlicher Schutz vor Kälte und Hitze

Bitte vergessen Sie nicht, dass das Fell des Pferdes, entsprechend der Jahreszeit, ein natürlicher Schutz und Isolierung gegen die Kälte und auch Hitze ist! Ohne diesen Schutz, kann Ihr Pferd sehr leicht erkranken oder überhitzen.

Denken Sie immer an einen optimalen Temperaturausgleich in Form von beheizten oder kühlen Stallungen oder den Temperaturen und Witterungen entsprechenden Pferdedecken. Seien Sie sich dessen immer bewusst, wenn Sie vorhaben Ihr Pferd zu scheren. Überlegen Sie sich genau ob mehr Gründe für als gegen eine Schur sprechen.

Erfahre mehr über dieses Thema in unserem bald-erscheinenden Blogbeitrag „Wie schützen Haarkleid und Fettschicht unsere Pferde vor Hitze und Kälte“.

 

Schur im Fellwechsel

Schuren im Fellwechsel machen bei den Pferden Sinn, die ein schwaches Immunsystem haben oder selbst wesentlich länger als ihre Artgenossen für den Wechsel brauchen.

Achtung: Oft haaren die Pferde schon sehr früh im Jahr. Bedenken Sie, dass die Nächte noch sehr kalt sind und es noch lange Zeit zu Schneefall kommen kann. Seien Sie bitte dementsprechend mit der passenden Haltungsform oder wärmenden Decken darauf vorbereitet.

 

Unser Service

Für all Diejenigen, die ihr Pferd nicht selbst scheren wollen, dürfen wir von Velia einen fachkundigen Scherservice anbieten.  Dafür verwenden wir eine besonders leise und kabellose Akkuschermaschine.

Natürlich kann man sich unser Schermaschinenset auch tageweise oder ganz gemütlich übers Wochenende ausleihen.

 

Sie sind sich unsicher ob eine Schur für Ihr Pferd das Richtige ist? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir nehmen uns Zeit für Ihre individuellen Anliegen und beraten Sie gerne!

 

About the Author: Verena Tschuchnig

Mein Name ist Verena Tschuchnig. Bin, seit ich mich erinnern kann, begeisterte Pferdefrau und seit 14 Jahren stolze Islandpferdebesitzerin. Ich wohne mit meiner Familie in Hallein. Meine Stute Lukkudís steht am Islandpferde Reithof Piber in St. Radegund (OÖ).